Mai-UKW-Contest mit DR9A auf dem Hohloh
Nach fast 18 Monaten, in denen wir teilweise unter heftigem
Kontesteron-Mangel litten, wollten wir am ersten Mai-Wochenende mal wieder
mitspielen.
Nach der langen Pause dauerte die Sucherei nach den diversen Teilen länger als
sonst. Außerdem gab es keine Steckdose mehr im Wald und wir mussten uns ein
Stromaggregat organisieren. Kein normales, sondern ein möglichst leises. Am
Donnerstag Nachmittag waren dann Helmut und Ralf die erste Vorhut und bauten das
Aufenthalts-Zelt auf. Das Aggregat wurde für einen kurzen Test in Betrieb
genommen. Wegen Saisonkennzeichen durfte der gute alte DB911 erst am Freitag
nach langer Zeit mal wieder ausreiten. Trotz der langen Winterpause sprang er
sofort an, als es Richtung Hohloh gehen sollte.
Gegen 10.30 Uhr begann der Aufbau bei bestem Wetter. Dank genügend Helfer waren
wir am Spätnachmittag Freitag fast fertig und der Grill wurde zum ersten Mal in
Betrieb genommen. Auch die Station spielte, wenn gleich es noch Probleme mit der
Modulation gab. Auch das QRM in Form von Prasseln gefiel uns nicht. Die Ursache
erkannten wir dann später nach Kontestende...
Beim kurzen Ausflug ins Bakenband kam HG1BVA mit 10-15dB durch. Sehr laut war
OZ7IGY mit über 20dB im QSB Maxium.
Noch erwähnt werden muss die dankenswerte Unterstützung durch DJ2HD beim
Chiptuning des Dieselaggregates am Samstag Morgen. Ja, selbst bei
Diesel-Aggregaten ist Optimierung möglich.
Nicht ganz ungewöhnlich war dann ca. 2 Stunden vor Kontestbeginn der Besuch
unseres alten Freundes Murphy. Der 2C39 Treiber in der Endstufe löste die
Anodensicherung aus und alles musste auseinander genommen werden. Dank der
Unterstützung durch unseres Chefingenieur Henning fanden wir in einer defekten
Hochspannungsdurchführung die Ursache. Weil das für einen hohen
Kontesteron-Spiegel noch nicht reicht, machte 30 Minuten vor Beginn das
Dämpfungsglied im Eingang der PA zusätzlich Mucken und musste durch ein externes
ersetzt werden. 10 Minuten vor dem Kontest war dann alles bereit und es konnte
losgehen.
Dieses Mal hielt alles 24 Stunden ohne Unterbrechung durch. Auch die
Vorverstärker-Box, die komplett neu war.

In der ersten Stunde reichte es dann für 114 QSO - eines weniger als unser
bisher bester Wert (Okt 2007 70cm 115QSO) Nach der zweiten Stunde waren es dann
knapp über 200 QSOs und der nächste OP kam dran. Bedingungen schienen uns eher
durchschnittlich. Signale aus England recht leise und sehr geringe Aktivität.
Ebenfalls weniger als sonst die Stationen aus OK und OM. Dafür mehr deutsche
Stationen als sonst.
ODX war HA8V aus KN06HT mit 936km. Eine SP5-Station aus KO02 hörte uns längere
Zeit mit 41 – 52, aber es reichte leider nicht zu einem QSO. Nach dem Kontest
hängte Henning unseren neuen Vorverstärker noch an einen Analyzer. Ein Blick auf
den Schirm zeigte starke Signale im Rundfunkband, die den Vorverstärker je nach
Antennenrichtung zugestopft hatten. Zum nächsten Standort Hornisgrinde (18km)
mit mehreren Sendern und Leistungen im zweistelligen KW-Bereich besteht
Sichtverbindung. Ebenso zum Fernsehturm nach Stuttgart und zum Donnersberg. Bis
zum Juli sollten dann verbesserte Vorselektion besseren Empfang ermöglichen.
Wenn dann das QRM so gering sein sollte wie dieses Mal, freuen wir uns schon
jetzt auf einen schönen Kontest.
Dank zahlreicher Helfer waren wir nach 3 Stunden mit dem Abbau fertig und der
gute alte DB911 machte sich wieder auf den Ritt nach Hause. DR9A verschickt für
jedes QSO QSL-Karten, die in den nächsten Wochen nach Baunatal versandt werden.
Wir freuen uns auf ein Wiederhören im Juli.
Im Fotoalbum sind noch ein paar Impressionen des Wochenendes zu sehen.
Vy73
Team DR9A (DF2UU, DF4IAO, DF9IC, DG3IAM, DJ2BQ, DJ2HD, DK6AH, DK6UZ, DK8SG,
DK9IP, DO8JR)